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Fallstudienwerkstatt Schulentwicklung
 
 

Seit dem WS 2002/2003 gibt es an der Universität Bielefeld die konsekutive Lehramtsausbildung (Bachelor-Master-Modell). Neben zwei Unterrichtsfächern muss auch das Nebenfach Erziehungswissenschaften absolviert werden. Im Konzept dieses Nebenfaches sind neben Orientierungspraktika im Einführungsmodul auch Praxisstudien in Form von Fallstudien vorgesehen. Jede(r) Studierende muss sich im Laufe des Studiums für eines der Profile „Umgang mit Heterogenität“, „Medien“, „Schule, Sozialraum und andere Systeme“ und „Organisation und Schulentwicklung“ entscheiden und hier eine Fallstudie durchführen. Die Anfertigung dieser Fallstudie sieht den Aufenthalt in der Praxis vor.

Im Profil „Organisation und Schulentwicklung“, welches durch die AG 4 „Didaktik und Curriculumentwicklung“ organisiert und betreut wird, ist die „Fallstudienwerkstatt Schulentwicklung“ angesiedelt. Hier wird die Fallstudie durch projektartiges Arbeiten gemeinsam mit Lehrer(innen) aus der Schulpraxis an einem schulrelevanten Thema erstellt: In der Regel ist dies die Evaluation eines kleinen Projektes oder die Mitarbeit an einem kleinen Schulentwicklungsprojekt.

Konzeptionell ist die Fallstudie als eine Kooperation zwischen Schulen und Studierenden angelegt, bei der beide Seiten profitieren sollen: Schulen haben durch die Studierenden die Gelegenheit, einen Teilbereich des schulischen Lebens auf seine Relevanz, Nutzen oder Erfolg von Außenstehenden evaluieren/ untersuchen zu lassen; ihnen werden dazu nicht nur die zeitlichen Ressourcen der Studierenden, sondern auch deren methodische Kompetenzen angeboten. Für Studierenden ergibt sich die Möglichkeit, das Schulleben aus der Sicht des Kollegiums kennen zu lernen (denn zu Schule gehört mehr als nur Unterrichten) und fremde (Problem-)Bereiche zu erschließen.Außerdem können die in der Theorie erworbenen Kenntnisse und Evaluationstechniken effektiv eingesetzt und erprobt werden.

Neben einer theoretischen Erarbeitung des Projektthemas sollten die Studierenden zur gleichen Zeit an der Partnerschule hospitieren, um die Prozesse dort zu verfolgen und mitzugestalten. In enger Zusammenarbeit mit den Lehrer(innen) der Schule soll so eine gemeinsame Fragestellung im Rahmen des von der Schule vorgegebenen Themas entwickelt werden, die von den Studierenden im Rahmen eines kleineren Forschungs- oder Entwicklungsvorhabens bearbeiten wird. Die Arbeit schließt mit einer Rückmeldung der Ergebnisse (Evaluationsergebnisse) an die Schulen ab. Während der gesamten Zeit werden die Studierenden in einem Begleitseminar an der Universität in ihrer Arbeit unterstützt und beraten. 

Die Studierenden führen die Fallstudie in Dreier- oder Vierer-Teams durch. Die Lehrenden übernehmen für jeweils durchschnittlich acht Teams die Betreuung. Da sich die „Fallstudienwerkstatt Schulentwicklung“ über zwei Semester erstreckt, sind dies i.d.R. vier Einsteiger- und vier Fortgeschrittenen-Teams.

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 12. July 2007 )
 

Aktuelles

wichtige Terminänderung

Im Sommersemester findet die Fallstudienwerkstatt am Dienstag statt (und nicht wie bisher am Mittwoch). Die Seminare zu Forschungsmethoden II und zur Schulentwicklung werden daher auf den Donnerstag verschoben.

 

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